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REAL MOMENTS.
REAL MOTORSPORT ATMOSPHERE.
Motorsport ist für mich mehr als nur das Rennen.
Es geht um Atmosphäre. Spannung. Menschen. Emotionen.
Auch um die Momente zwischen den Sessions - dort, wo echte Geschichten entstehen.
TRACKSIDE STORY 01 - DER ZÜNDFUNKE
Autodrom Brno 2003
Damals ahnte ich noch nicht, wohin die Reise führen würde.

PADDOCK-NEWS.
wo alles begann.
HOW IT ALL STARTED






Im Jahr 2001 besuchte ich zum ersten Mal ein 24-Stunden-Rennen – die German Speedweek in Oschersleben.
Nach diesem unglaublichen Wochenende suchte ich zuhause im Internet nach Ergebnissen, Bildern und Berichten für die deutsche Fanszene. Fehlanzeige.
Also beschloss ich, etwas dagegen zu tun.
Ein Jahr später gründete ich das Paddock-News Racing Magazin. Wenn es niemand machte, dann eben ich.
Ich nahm Kontakt zum Promoter und Rechteinhaber der FIM Endurance World Championship auf – zunächst zu Octagon Motorsport in London, später zu FG Sport in Rom. Vittorio Gargiulo, damals verantwortlich für die Rennserie, unterstützte mein Vorhaben von Anfang an.
Dann ging plötzlich alles ganz schnell.
Von 2002 bis 2006 erhielt ich eine permanente Media-Akkreditierung der FIM Endurance World Championship und berichtete von Rennen in Assen, Brünn, am A1-Ring, Le Mans, Magny-Cours, Oschersleben und Albacete.
Fünf Jahre voller Rennwochenenden, Fahrerlager, Nachtschichten und unvergesslicher Momente. Leider musste ich Ende 2006 mein Engagement aus persönlichen Gründen beenden.
Doch wer einmal vom Motorsport-Virus infiziert wurde, kehrt irgendwann zurück.
Denn Motorsport besteht für mich nicht nur aus Rundenzeiten und Rennergebnissen.Es sind die ersten Motorengeräusche am frühen Morgen, die einen sanft aus dem Schlaf holen. Die vertrauten Gesichter im Fahrerlager. Der Blick durch den Sucher genau im richtigen Moment. Die angespannte Ruhe vor einem Boxenstopp. Feiernde Fans entlang der Strecke.
Und dieses besondere Gefühl, wenn Tausende Menschen zusammenkommen, um dieselbe Leidenschaft zu teilen.
Genau diese Momente möchte ich festhalten.
Echt und Unverfälscht.
Jörg Russ
Photographer & Storyteller
JR Trackshot
Capturing Motorsport since 2001
REST IN PEACE MY DEAR FRIEND
MARTIN GELDER.
Martin Gelder – Mentor, Wegbegleiter, Freund
Martin Gelder, zuhause in Cambridge in England, war Webmaster und Press Officer der FIM Endurance World Championship. Manchmal frage ich mich, wo ich in meinen jungen Jahren ohne seine Unterstützung gelandet wäre.
Wir sprechen von einer Zeit, in der niemand wusste, was Facebook einmal werden würde. YouTube existierte noch nicht, und von Instagram war man Jahre entfernt. Martin betrieb damals mit race24.com (seine private Seite) und worldendurance.com (die offizielle Seite der Weltmeisterschaft) die wohl wichtigsten Webseiten der internationalen Langstreckenszene.
Genau dort fanden wir eine gemeinsame Leidenschaft: Langstreckenrennen, Fotografie und Webdesign. Der Unterschied war nur, dass Martin bereits eine feste Größe im Fahrerlager war, während ich gerade erst meine ersten Schritte machte.
Mit seiner Unterstützung entstand zunächst Paddock-News.de, meine Hauptseite und später folgte die deutsche Version der Meisterschaft, worldendurance.de. Doch Martin half nicht nur mit Tipps und Tricks bei den Webseiten und Inhalten. Er zeigte mir die Welt hinter den Kulissen des Motorsports. Verhalten in der Boxengasse. Abläufe im Media Center. Der Umgang mit Teams, Fahrern und Offiziellen. Die Bedeutung der Fotoweste. Dinge, die man nicht in einem Handbuch nachlesen kann.
Martin nahm mich an die Hand.
Wie leidenschaftlich er für den Motorsport lebte, wurde mir besonders bei einem Rennen in Le Mans bewusst. Während andere mit dem Flugzeug oder Transportern anreisten, kam Martin mit seiner silbernen Yamaha Fazer 1000 – inklusive kompletter Fotoausrüstung, Laptop und allem, was man für ein Rennwochenende benötigte.
Als ich ihn damals ins Fahrerlager fahren sah, konnte ich meinen Augen kaum glauben. Martin gehörte einfach dazu. Er war aus dem Fahrerlager und der Boxengasse nicht wegzudenken und wurde für viele längst Teil des Inventars.
Auch nachdem ich Ende 2006 mein eigenes Engagement beenden musste, blieben wir in Kontakt. Später machte es Facebook einfacher, den Austausch aufrechtzuerhalten. Als die Zusammenarbeit zwischen FG Sport und der FIM endete und die Meisterschaft fortan direkt von der FIM organisiert wurde, zog sich auch Martin aus seiner offiziellen Rolle zurück.
Wenn ich heute an Martin denke, denke ich nicht zuerst an den Webmaster und Press Officer der Weltmeisterschaft.
Ich denke an einen Freund.
An jemanden, der immer ein Lächeln auf den Lippen hatte. Jemanden, der sein Wissen teilte, ohne etwas dafür zu erwarten. Jemanden, den man einfach gerne um sich hatte. Die Nachricht von seinem Tod traf mich deshalb tief – auch wenn unser letztes gemeinsames Rennen bereits zwölf Jahre zurücklag.
Von ganzem Herzen danke ich ihm für alles, was er für mich getan hat.
Für seine Unterstützung.
Für sein Vertrauen.
Für seine Freundschaft.
Er hat meinen Weg im Motorsport geprägt und wird immer ein Teil davon bleiben.
Ruhe in Frieden, mein Freund.
Martin nahm mich an die Hand.
Wie leidenschaftlich er für den Motorsport lebte, wurde mir besonders bei einem Rennen in Le Mans bewusst. Während andere mit dem Flugzeug oder Transportern anreisten, kam Martin mit seiner silbernen Yamaha Fazer 1000 – inklusive kompletter Fotoausrüstung, Laptop und allem, was man für ein Rennwochenende benötigte.
Als ich ihn damals ins Fahrerlager fahren sah, konnte ich meinen Augen kaum glauben. Martin gehörte einfach dazu. Er war aus dem Fahrerlager und der Boxengasse nicht wegzudenken und wurde für viele längst Teil des Inventars.
Auch nachdem ich Ende 2006 mein eigenes Engagement beenden musste, blieben wir in Kontakt. Später machte es Facebook einfacher, den Austausch aufrechtzuerhalten. Als die Zusammenarbeit zwischen FG Sport und der FIM endete und die Meisterschaft fortan direkt von der FIM organisiert wurde, zog sich auch Martin aus seiner offiziellen Rolle zurück.
Wenn ich heute an Martin denke, denke ich nicht zuerst an den Webmaster und Press Officer der Weltmeisterschaft.
Ich denke an einen Freund.
An jemanden, der immer ein Lächeln auf den Lippen hatte. Jemanden, der sein Wissen teilte, ohne etwas dafür zu erwarten. Jemanden, den man einfach gerne um sich hatte. Die Nachricht von seinem Tod traf mich deshalb tief – auch wenn unser letztes gemeinsames Rennen bereits zwölf Jahre zurücklag.
Von ganzem Herzen danke ich ihm für alles, was er für mich getan hat.
Für seine Unterstützung.
Für sein Vertrauen.
Für seine Freundschaft.
Er hat meinen Weg im Motorsport geprägt und wird immer ein Teil davon bleiben.
Ruhe in Frieden, mein Freund.


Eine der letzten persönlichen Erinnerungen, die mich bis heute begleitet
Martin Gelder verstarb am 2. Juli 2018 im Alter von 58 Jahren
the years passed.
the passion never did

